Context Engineering ist die Fähigkeit, die zwischen brauchbarem Output und Slop entscheidet.Ich habe meine eigene Regel gebrochen. Die Kollegen haben es sofort gemerkt. Letzte Woche. Ein Task landet auf meinem Schreibtisch. Benutzerberechtigungskonzept für einen Kunden. SSO-Integration, Rollenverwaltung, keine neuen User mehr anlegen — alles über das bestehende System abwickeln. Kein Glamour-Projekt. Ich hatte null Motivation. Ich mache es trotzdem. Claude auf, guten Prompt gebaut, Kontext mitgegeben. Das Ergebnis: zufriedenstellend. Sah gut aus. Und dann habe ich genau das getan, was ich jedem rate, nicht zu tun. Ich habe es nicht mehr durchgelesen. Meine eigene Regel — 80% KI, 20% ich — einfach ignoriert. Weil's schnell gehen sollte. Weil die Motivation fehlte. Weil es „gut genug" aussah. Die Kollegen haben es in der Review sofort zerissen. Nicht böse. Aber präzise. Fehler hier. Lücke da. Dieser Abschnitt ergibt keinen Sinn. Ich saß da und wusste: Das ist kein KI-Problem. Das bin ich. Was Alex Hormozi über Slop sagtEr hat neulich ein Beispiel gepostet. Ungefähr so: „Unlocking your true potential starts with embracing a growth mindset and leaning into the discomfort of transformation. At the end of the day, the individuals who truly thrive are the ones who show up consistently…" Dann die Frage: Was sagt dir das konkret? Antwort: Tu mehr als du gerade tust. Sein Kommentar dazu: „Then just say it. And delete the rest." Das ist AI Slop in einem Satz. Viele Worte. Null Substanz. Perfekt formuliert. Völlig wertlos. Und genau das passiert, wenn du KI ohne Kontext loslässt. Schritt 1: Spezifizieren — Kontext ist kein Luxus, sondern PflichtDie meisten öffnen Claude oder ChatGPT und tippen eine Frage. Kein Kontext. Keine Rolle. Kein Ziel. Keine Einschränkung. Und wundern sich dann, dass die Antwort generisch klingt. Das Tool gibt dir, was du gibst. Nichts mehr. Context Engineering bedeutet: Bevor du promptest, baust du den Rahmen. Wer bin ich? Für wen schreibe ich? Was darf nicht fehlen? Was soll vermieden werden? Ein guter Kontext ist kein netter Bonus. Er ist die Grundlage. Ohne ihn produziert auch das beste Modell der Welt AI-Slop. Schritt 2: Steuern — KI als Co-Pilot, nicht AutopilotIch hätte das Konzept nie ungeprüft abgeben dürfen. Aber genau das passiert täglich — in meiner Community, bei Kollegen, überall. Jeder baut gerade Apps mit Claude Code. Jeder will automatisieren. Jeder verbraucht Credits in einem Tempo, das mich schwindelig macht. Das Werkzeug ist nicht das Problem. Das Problem ist: Wer hat noch das Steuer in der Hand? Ein Co-Pilot navigiert. Er schlägt vor. Er berechnet. Aber der Pilot entscheidet. Wenn du KI als Autopilot nutzt — also losschickst und hoffst — dann bist du nicht mehr Pilot. Du bist Passagier. Und Passagiere bekommen Slop serviert. Schritt 3: Schleifen — Iteration ist das eigentliche SystemEin einziger Prompt ist kein System. Er ist ein Versuch. Der erste Output ist der Rohentwurf. Nicht das Ergebnis. Was folgt: Du liest. Du korrigierst. Du gibst Feedback. Du promptest erneut. Repeat. Das klingt nach mehr Arbeit. Ist es nicht. Es ist strukturierte Arbeit — statt Überraschungen in der Review. Mein Fehler letzte Woche war nicht der Prompt. Der war gut. Mein Fehler war, die Schleife wegzulassen. Den 20%-Part zu überspringen. Genau dieser 20%-Part ist der Unterschied zwischen brauchbarem Output und Schrott, der deine Kollegen nervt. Dein Schnell-Check
Wenn du eine dieser Fragen mit Nein beantwortest: Du produzierst Slop. Vielleicht ohne es zu merken. Stell dir vor, was möglich wäre, wenn jeder Output, den du abgibst, wirklich deinem Standard entspricht. Nicht „gut genug". Sondern gut. Welchen Output hast du zuletzt abgegeben, ohne ihn wirklich geprüft zu haben? Bis nächste Woche, Hans Peter P.S. AI Slop entsteht nicht, weil das Tool schlecht ist. Es entsteht, weil du aufgehört hast, der Mensch im System zu sein. P.P.S. Nächsten Montag, 13.04.2026 um 18:00 Uhr zeige ich live, wie du deinen ersten KI-Mitarbeiter aufsetzt — in 45 Minuten. Antworte oder kommentiere mit „dabei" — ich schicke dir den Link. |
Für Solopreneure, Berater & Coaches im DACH-Raum, die KI praktisch einsetzen wollen – ohne Technik-Studium. Jede Woche: ein konkretes Problem, eine KI-Lösung, sofort umsetzbar.
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